Die beiden Rapper von Das EFX, Dre und Scoob, waren zu Ihrem Konzert in der Markthalle zu Hamburg mit uns zu einem Interview bereit... Das Ergebnis könnt Ihr hier nachlesen... Viel Spass:
Ich würde zuerst gerne erfahren, wie es zu dem Namen DAS
EFX kam. Und wieso heißt Euer neues Album Generation
EFX?
Scoob: Diggity DAS EFX. Das D steht für Dre, meinen Partner
hier. Das A ist für And. Das S ist für mich, Scoob. Als wir uns
entschlossen eine Gruppe zu werden, wußten wir, daß wir bei Studioaufnahmen
verschiedene Effekte z.B. für unsere Stimmen benutzen würden. Die Effekte, die
wir auf unseren Aufnahmen verwendeten, wollten wir auch visuell in unseren
Videos umsetzen.
Im Grunde genommen ist Generation EFX ein Album für jeden. Wir
wollten uns nicht auf ein Rap-Publikum oder ein R&B-Publikum beschränken
oder festlegen. Wir wollten beides kombinieren. Ein junger Hörer mag vielleicht
nur drei Song von dem Album, ein älterer vielleicht vier. Ein Hörer aus
Deutschland mag vielleicht fünf und einer aus New York sieben. So haben wir
versucht ein Album für die gesamte Generation zu machen, nicht für eine
bestimmte Gruppe.
Wie kam es zu Eurem Diggity-Reimstil? Wer hat Euch dazu
inspiriert?
Scoob: Das ist Top Secret.
Wirklich?
Scoob: Yeah!
Ich habe gelesen, daß Ihr Busta Rhymes zu seinem Stil
inspiert habt. Was haltet ihr von Eurem Einfluß auf jüngere Künstler.
Scoob: Es ist einfach What-goes-around-comes-around. Wir sind mit der
Musik von Sugarhill Gang und EPMD aufgewachsen. Das
hat uns in der ein oder anderen Weise beeinflußt. Jüngere Gruppen hören
DAS EFX, so kommt das. Es ist cool, kein Problem.
Dre: Es ist wie bei einer Staffel. Wir geben einfach den Stab
weiter.
Was habt Ihr in den letzten drei Jahren gemacht? Gab' es
andere Projekte, oder wieso hat es so lange bis zum neuen Album gedauert?
Scoob: Das letzte Album kam etwa zum Jahreswechsel 1995/96 oder 1996/97
raus. Als Hold It Down rauskam, haben wir lange getourt. Anfang
1997 waren wir damit beschäftigt EPMD bei der Fertigstellung ihres Albums
zu helfen. Wir hatten kaum Zeit für einen Urlaub und dann kam schon das neue
Album. Wir machen das ganze Jahr Musik, so daß uns das mit den drei Jahren gar
nicht auffiel. Man kann eigentlich sagen, daß es jede Weihnachten ein neues
Album von DAS EFX gibt.
Es sieht heutzutage so aus, als brauche man nur ein bekanntes
Sample, eine weibliche Stimme und ein teures Video, um in die Charts zu kommen.
Was haltet Ihr von dieser Entwicklung im Hip Hop?
Scoob: Ich denke, es öffnet die Türen für verschiedene neue Arten von
Künstlern. Du hast da einen kommerziellen Künstler mit seinem
multimillionen-Dollar Video, mit den Girls im Hintergrund usw. Aber Du hast auch
die Künstler, die ihre Videos auf der Straße machen. Hip Hop wächst einfach und
jeder macht sein eigenes Ding. Ich glaube, da ist für alle genug Platz.
Es ist also eine gute Entwicklung?
Dre: Kein Zweifel. Du hast immer die kommerziellen Künstler, die die
Tür aufstoßen. Sie erreichen ein neues Publikum, neue Hörer für Hip Hop. Dann
kommst du und wenn du Glück hast hören diese Leute auch deine Musik. Auf der
anderen Seite gibt es Leute, die sich nicht für den kommerziellen Erfolg
interessieren. Die machen es, weil sie es wollen und Hip Hop lieben. Du hast
immer verschieden Arten von Künstlern und ich denke wirklich, daß das gut
ist.
Gibt es einen Unterschied zwischen Konzerten in Europa und in
den USA? Wie gefällt es Euch hier?
Dre: Europa ist wirklich dope, abgesehen vom Essen. Die Fans hier wiseen
die Künstler eher zu würdigen. Wenn wir weggehen, wissen die deutschen Fans
immer wann sie uns wiedersehen. In New York läuft vielleicht Busta Rhymes
die Straße runter, oder DAS EFX. Es wird ziemlich normal die Leute zu sehen, von
neuen Konzerten zu hören. Wenn wir hier rüber kommen ist es fast ein kleiner
Kulturschock. Sehr cool.
Ist es wahr, daß New Yorker Konzerte teilweise ziemlich
gefährlich sind? Ich habe von Schießereien gelesen.
Scoob: Es ist genauso wie überall. Wenn ihr hier ein Oasis-, oder
Prodigy-Konzert habt und alle tanzen, dann rempeln sich zwei Typen an uns
es kommt zum Kampf. Die Medien blähen das auf. Keiner sagt: „Wow, ich geh' heute
Abend zu der Show und kill jemanden." Ich möchte nicht, daß die Leute Angst
haben nach New York zu kommen. Du lebst überall auf dein eigenes Risiko.
Bei der letzten Show sahen wir euch zusammen mit DJ
Dice. Wie wichtig sind heute DJs ? Die meisten Gruppen scheinen ja ohne
auszukommen.
Scoob: Für uns ist es sehr wichtig. Das erfüllt die Show mit Leben. Als
wir mit Hip Hop anfingen, war Djing ein wichtiger Teil. Wir wuchsen mit
DJ-Wettbewerben auf, so machten wir es auch zu einem Teil unserer Show. Das
Publikum liebt es. Sie mögen diese kleinen Tricks. Wenn wir eine Show machen,
soll es eine Party werden. Der DJ ist auf einer Party die nunmal wichtigste
Person.
Wie wichtig waren EPMD für Eure Karriere?
Scoob: Sehr wichtig. Sie haben uns entdeckt. Wir beobachten sie, wie sie
auftreten. Sie geben uns geschäftlich Tips. Als wir anfingen war es fast wie
eine Karte, der wir folgen konnten.
Wie sehen Eure Pläne für die Zukunft aus? Ich hörte von einer
möglichen Zusammenarbeit mit Oasis, ist das wahr?
Scoob: Oasis, Portishead, Prodigy...
Habt Ihr schon Kontakte geknüpft?
Scoob: Bis jetzt nicht. Aber vielleicht auf diesem Weg !
Das nächste Album wird also ein Crossover-Album?
Scoob: Kein Crossover-, sondern ein Sewer-Album.
Das Interview wurde von Flummi für Wildstylz of Rap geführt.
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